Die Neuhauser:innen haben vor vier Jahren mit 57% Ja-Stimmen an der Urne deutlich entschieden: Wir wollen die Burgunwiese als Freiraum im Zentrum erhalten.
Nun sollen wir noch einmal darüber abstimmen, weil der Gemeinderat das Alterszentrum unbedingt auf der Burgunwiese bauen möchte und nochmals das alte Projekt aus der Schublade kramt, das die Bevölkerung bereits abgelehnt hat. Damit verzögert sich die Umsetzung von Park und Alterszentrum unnötig.
Die Pläne sind da und es ist höchste Zeit, vorwärts zu machen: Alterszentrum und Spitex wollen den Neubau auf dem SIG-Areal errichten. Und auf der Burgunwiese können die Abschrankungen ohne grossen Aufwand entfernt und die Wiese für die öffentliche Nutzung freigegeben werden.
Der Gemeinderat soll endlich aufhören, auf einem Betonbau auf der letzten Freifläche im Zentrum von Neuhausen zu beharren. Statt mit komplizierten Abstimmungen noch mehr Chaos und Verwirrung zu stiften, muss es endlich konkret vorwärts gehen - im Interesse der gesamten Bevölkerung von Neuhausen.
Darum: 2xNEIN zu den Burgunpark-Varianten.
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Das Alterszentrum hat einen Standort, die Bevölkerung hat entschieden. Ein weiteres Hin und Her kostet Zeit und Geld.
Die Ausgangslage ist klar: Das Alterszentrum hat einen passenden Standort gefunden und die Burgunwiese kann mit wenig Aufwand der Bevölkerung sofort zur Verfügung gestellt werden.
Der Gemeinderat schafft mit dieser komplizierten Abstimmung erneut massive Unsicherheit und Verwirrung. Das ist unnötig und droht alles zu verzögern.
Die Bevölkerung hat erst vor vier Jahren abgestimmt. Es ist respektlos gegenüber der Bevölkerung, jetzt nochmals dasselbe Projekt vorzulegen.
Die Bevölkerung hat sich im Jahr 2022 für den Burgunpark auf der Burgunwiese entschieden. Jetzt nochmals dasselbe Projekt aus der Schublade zu ziehen, zeugt von wenig Respekt gegenüber demokratischen Entscheiden.
Der Gemeinderat versucht seit Jahren der Bevölkerung vorzugaukeln, dass sie eigentlich keine Wahl hat. Die Burgunwiese sei als Standort «alternativlos». Diese Aussage war offensichtlich falsch, denn das Alterszentrum hat einen anderen Standort gefunden.
Die Burgunwiese ist die letzte Freifläche im Zentrum von Neuhausen. Ein weiterer Betonbau vernichtet Raum für die Bevölkerung.
Die Burgunwiese ist die letzte unbebaute Fläche im Zentrum. Genau dort gehört kein weiterer Bau hin, sondern ein Ort für alle.
Die Freifläche kann verschiedene Bedürfnisse erfüllen: Sie kann als Grünfläche dienen, sie schafft Raum für Begegnung, sie kann für grössere Anlässe genutzt werden, Erholung direkt im Zentrum bieten - und künftigen Generationen Gestaltungsspielraum geben. Was einmal zugebaut ist, kommt nie wieder zurück.
Neuhausen hatte bereits bisher genügend Parkplätze. Das wird sich auch nicht ändern, denn es sind bereits zwei weitere Parkplätze in Planung.
Die Gemeinde Neuhausen verfügt heute schon über genug Parkplätze, die Auslastung auf der Burgunwiese betrug in einem sehr guten Jahr nur gerade 1,8% (Schaffhauser AZ vom 11.09.2025).
Die Gemeinde will ausserdem in unmittelbarer Nähe auf dem Kirchacker-Areal eine Tiefgarage bauen. Und der Kanton plant ein neues Parkdeck am Rheinfall, das den touristischen Verkehr aufnehmen soll.
An den wenigen Tagen mit grossem Parkplatz-Bedarf, das sind insbesondere Feiertage und Wochenenden, können ausserdem Firmenparkplätze genutzt werden, um den Bedarf zu decken.
Ausserdem kann Neuhausen noch deutlich mehr unternehmen, damit Menschen sicher und schnell zu Fuss, mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Velo ans Ziel kommen. Damit kann die Nachfrage nach Parkplätzen nachhaltig beeinflusst werden.
Der Park soll den Neuhauser:innen sofort zugänglich gemacht und anschliessend ohne Hast entwickelt werden.
Es ist unklar, weshalb der Park nun ganz genau abgelehnt wurde. Kritisiert wurden insbesondere zu hohe Kosten und der Wegfall von Parkplätzen. Da das zweite Argument wegfällt (siehe oben), bleiben nur noch die Kosten übrig.
Der Gemeinderat könnte ohne weiteres in einem ersten Schritt mit wenigen Kosten die Wiese für eine vielfältige Nutzung freigeben und sehen, was sich entwickelt. Und anschliessend ohne Hektik ein neues Projekt ausarbeiten, das in der Bevölkerung besser abgestützt ist.
In Neuhausen fehlt Freiraum für grössere Veranstaltungen und im Unterdorf insbesondere Grünraum für Kinder. Statt jetzt an einem Ende vorzupreschen, müssen die Neugestaltungen des Platz für alli und der Burgunwiese aufeinander abgestimmt werden.
Die Burgunwiese soll für die ganze Bevölkerung und nicht nur den Kindern zur Verfügung stehen. Dennoch: für Kinder sind die Spielmöglichkeiten im Unterdorf äusserst beschränkt. Das Kirchacker-Schulhaus hat nicht einmal eine eigene Grünfläche - und der Pausenplatz ist meist überfüllt. Eine weitere Parkanlage für Kinder und Jugendliche ist dringend nötig.
Aber auch für grössere Veranstaltungen wie einen Markt, ein Freilichttheater oder ein Konzert gibt es keine andere geeignete Freifläche im Zentrum von Neuhausen.
Der Gemeinde selbst hat höchstens eine halbherzige Vorstellung davon, wo die Menschen ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können oder wo Grünräume zur Erholung nötig sind. Der Gemeinderat hat bis heute noch nicht definiert, was in seinen Augen überhaupt eine Grün- oder Freifläche ist (der Gemeinderat weigert sich, eine Motion zu diesem Thema zu beantworten, obwohl er eigentlich dazu verpflichtet wäre).
Ein Alterszentrum unmittelbar neben einem Park führt unweigerlich zu einem Nutzungskonflikt.
Temporeiche Aktivitäten von Jugendlichen, laute Konzerte am Abend oder gedrängte Märkte sind nicht gut mit dem Bedürfnis von Senior:innen vereinbar, die einen ruhigen und sicheren Ort zur Erholung benötigen.
Ein Park neben einem Alterszentrum kann nicht der ganzen Bevölkerung gerecht werden, sondern muss in erster Linie auf die Senior:innen ausgerichtet sein. Dies besonders beim Projekt des Gemeinderates: denn das Alterszentrum wird über keinen eigenen Park verfügen, der Platz für das Alterszentrum selbst ist deutlich kleiner als am bestehenden Standort im Schindlergut oder dem geplanten Standort auf dem SIG-Areal.
Welche Auswirkungen der Bau des neuen Alterszentrums haben wird, ist - egal ob auf dem SIG-Areal oder auf der Burgunwiese - noch völlig unbekannt. Die Aussage des Gemeinderates ist reine Stimmungsmache.
Die Kostenfolgen dieser überhasteten Hau-Ruck-Übung sind noch nicht absehbar. Die Befürworter:innen der Überbauung der Burungwiese verhinderten im Einwohnerrat jegliche Diskussion zum Projekt und wehrten sich mit Händen und Füssen dagegen, Klarheit zu schaffen.
Bei den Kosten für die Überbauung der Burgunwiese benutzt der Gemeinderat die veraltete Zahlen der letzten Abstimmung, diejenigen für das SIG-Areal liegen gar nicht konkret vor. Deshalb sind zum jetzigen Zeitpunkt keine seriösen Aussagen zur Kostenfolge möglich.
Die Gemeinde könnte ausserdem den eigenen Handlungsspielraum nutzen, um auf die Kosten Einfluss zu nehmen. Bisher sind allerdings keinerlei Bemühungen in diese Richtung bekannt.
Der Bau auf der Burgunwiese ist nicht billiger. Die Kosten werden einfach auf andere Vorhaben abgewälzt, die dann nicht mehr auf der Burgunwiese umgesetzt werden können.
Für jedes Bauprojekt ist die Burgunwiese aus finanzieller Sicht der günstigste Standort, denn es kann auf einer freien Fläche gebaut werden. Das gilt nicht nur für ein Alterszentrum, sondern auch für einen Park oder jedes beliebige andere Projekt. Es könnte also genauso gut damit argumentiert werden, dass der Park auf der Burgunwiese entstehen soll, weil er dort am günstigsten zu realisieren ist.
Diese Sichtweise ist äusserst kurzsichtig. Der Gemeinderat hat nicht die Lebensqualität und die Bedürfnisse der breiten Bevölkerung im Fokus, sondern setzt auf kurzfristige Einsparungen und nicht auf eine langfristige Entwicklung einer lebenswerten Gemeinde. Das zeigt sich unter anderem darin, dass das Alterszentrum auf der Burgunwiese viel weniger Platz erhalten soll als bisher auf dem Schindlergut-Areal oder dem vom Alterszentrum gewählten SIG-Areal.